6. Dezember 2016: Matching Ties

dsc04982Vom „Raggle Taggle Gypsy“ bis zum „Little Drummer Boy“ reichte das Panoptikum folkiger Gestalten: Mit viel Spielfreude und Nikolaus-Schmankerln bescherten die Matching Ties am Dienstag das PRISMA-Publikum im 360° Gasometer.

Paul Stowe und Trevor Morriss, die beiden Gründungsmitglieder, feiern heuer ihr 30. gemeinsames Bühnenjahr. Folgerichtig gab es beim PRISMA-Gastspiel eine Art „Best of“ der Bandgeschichte zu hören. Der US-Amerikaner Paul Stowe und der Londoner Trevor Morriss leben seit vielen Jahren im Münchener Umland – ein Umstand, der sich mittlerweile am amerikanisch-alpenländischen Zungenschlag von Pauls Moderationen ablesen lässt.

Im Lauf des gut zweistündigen Konzerts wechselten sich bekannte und weniger bekannte Folkballaden ab mit temporeichen Jigs, Reels, Hornpipes und Bluegrass-Instrumentals. Insbesondere Trevor beeindruckte dabei mit der lässigen Präzision seiner rasanten Melodieläufe auf Mandoline, Bouzouki und Gitarre. Im zweiten Teil des Konzertes ergänzte Ex-Bandmitglied Claudio Della Penna aus Stuttgart mit seinem Kontrabass den Sound der Matching Ties. Passend zum 6. Dezember durften auch einige weihnachtliche Klassiker nicht fehlen: vom erwähnten Trommler über „I saw 3 ships“ und Fairytale of New York“ bis zu „White Christmas“ – ein angemessener Ausklang für ein ereignisreiches PRISMA-Konzertjahr 2016.

Am 20. Dezember beschließt der Folkclub PRISMA mit einem geselligen Play & Singalong im Bistro des 360° Gasometers endgültig das Jahr, bevor es bereits am 10. Januar 2017 mit dem Folkduo „Cassard“ schon wieder mit Schmackes zur Sache geht!

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29. November 2016: Folkmeeting

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Schon lange war es ein Herzenswunsch der PRISMA-Macher, dass die Presse endlich mal auch darüber berichtet, was für tolle Musiker die lokale Folkszene abseits erfahrener Bühnenacts zu bieten hat. Für Hobbymusiker und neue Formationen gibt es darum seit vielen Jahren das PRISMA-Folkmeeting, unsere Offene Bühne. Am vergangenen Dienstag waren wir darum besonders glücklich, gleich die Vertreter beider Lokalzeitungen im Publikum sitzen zu haben. Und – wen wundert’s – Frau Roth und Herr Roller hatten sichtlich Spaß an den abwechslungsreichen Darbietungen und der guten Stimmung auf der Bühne und im Auditorium. Darum verlieren wir hier gar nicht viele Worte, sondern lassen die Profis urteilen! Oben der PK-Artikel und hier der Link zur PZ-Rezension: http://www.pz-news.de/kultur_artikel,-%E2%80%9EMitmachen-kann-jeder%E2%80%9C-beim-Folkclub-%E2%80%9EPrisma%E2%80%9C-_arid,1136528.html

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Fundstück: Wo kommt eigentlich die irische Musik her?

Bei Prisma-Konzerten mit Irish Folk taucht, wenn man in der Pause oder nach der letzten Zugabe mit Besuchern und Musikern plaudert, immer mal wieder die Frage auf „wo kommt die Musik eigentlich her“. Die wenig befriedigende Antwort lautet, wen überrascht’s, meistens „kommt drauf an“. Denn das heute auf Bühnen und Sessions gespielte Repertoire speist sich aus unterschiedlichsten Quellen von grauen Mittelalterzeiten bis zu nagelneuen Stücken von zeitgenössischen Komponisten.

Genauer weiß es eine tolle Webseitengrafik auf http://www.irishcentral.com/roots/history/the-history-and-origins-of-traditional-irish-music , die wir unlängst entdeckt haben. Sie gibt einen guten Überblick darüber, aus welchen Ursprüngen Irish Folk, wie wir ihn heute kennen, entstanden ist. Viel Spaß beim Entdecken!

PS: So gut wie der Artikel recherchiert ist, so nachlässig war leider die Bildrecherche! So ist das Instrument, das in der Grafik als „Irish Flute“ abgebildet ist, natürlich eine schnöde Blockflöte, auch „Wimmerknochen“ genannt. Naja, und auch die „Uilleann Pipes“ und der „Bodhrán“ sehen irgendwie seltsam aus. Aber ansonsten sehr informativ, das Ganze:)murphy-of-ireland-ig-irish-music-and-instruments

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15. November 2016: An Tor

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„Sechs Millionen Noten an einem einzigen Abend“ – Nils Nolte, Sänger und virtuoser Fluter der Irish Folk Band An Tor, erinnerte das zahlreich erschienene Prisma-Publikum früh daran, wie viel Musik es für das Eintrittsgeld bekommen würde. Und er hatte nicht zu viel versprochen: Mit überschäumender Energie und traumwandlerischem Zusammenspiel schafften es die Routiniers, die Zuhörer von der ersten Minute an in ihren Bann zu ziehen. An Tor stehen nicht für rumpelnden Rauf- und Sauf-Irish Folk, sondern sind mit ihrem instrumentalen Können und ihren modernen Arrangements zu Recht seit Jahren eine der Speerspitzen der Traditional Irish Folk-Szene in Deutschland. Einen „Blick von draußen“ auf das Konzert liefert der Bericht der Pforzheimer Zeitung:

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1. November 2016: Fraunhofer Saitenmusik

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Mit Recht gelten die „Fraunhofer“ als einer der Wegbereiter der „neuen Volksmusik“. Seit ihrer Gründung 1978 sind sie in In- und Ausland unterwegs, um traditionelle Melodien vom Staub der Jahrhunderte und der Vereinnahmung durch tumbe Volkstümelei zu befreien. In dieser Mission gastieren sie seit vielen Jahren immer wieder auch im Folkclub PRISMA, so auch am vergangenen Dienstag.

Um ein Haar hätte das Konzert nicht stattfinden können: Bassist Gerry Zink fehlte krankheitsbedingt und auch Harfenist Richard Kurländer trug noch recht schwer an einer Bronchitis. Trotzdem schafften es das verbliebene Trio vom ersten Ton an, das zahlreich erschienene Publikum mit ihren fein gesponnenen Arrangements traditioneller Weisen in ihren Bann zu ziehen.

Auf der Bühne des Gasometers präsentierten Richard und seine Mitmusiker Michaela Schmid (Cello, Blockflöte) und Michael Klein (Gitarre) einen Querschnitt alpenländischer und europäischer Volksweisen aus zehn Jahrhunderten. Erstaunlicherweise waren Stücke aus Bayern an diesem Abend in der absoluten Minderheit: Die alpinen Klänge stammten vornehmlich aus der Schweiz und aus Tirol, wobei Richard seine Virtuosität am Salzburger und Appenzeller Hackbrett zeigen konnte. Über mehr als die Hälfte des Abendes hinweg frönten die Fraunhofer allerdings ihrer Vorliebe für Melodien aus dem Norden, genauer: aus Dänemark, Schweden und Irland, mit Abstechern nach Finnland und – man staune – Mecklenburg!

Der schwebende Zusammenklang von Harfe, Hackbrett, ungarischer Bauernzither, Cello und Gitarre verlieh selbst flotten Tanzmelodien einen meditativen Charakter. Gut konnte man beobachten, wie viele Zuhörer die Klänge mit geschlossenen Augen intensiv aufsogen: Balsam für die dienstagsmüde Seele, die sich nach zwei Galoppstücken als Zugabe erfrischt für die Restwoche auf den Heimweg machen konnte.

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25. Oktober 2016: Máire Breatnach & Thomas Loefke

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Sie waren schon mehrfach bei uns zu Gast, aber ein solches Ambiente kannten Máire und Thomas bislang noch nicht: Wegen einer Doppelbelegung im Pforzheimer Gasometer musste das Konzert mit der irischen Geigerin und dem deutschen Harfenisten kurzfristig verlegt werden. Zum Glück sprangen unsere Freunde vom Kieselbronner Kulturverein „Abt Entenfuß“ ein und stellten ihre gemütliche Versammlungshütte zur Verfügung.

Das kleine Blockhaus stand ursprünglich in Kroatien. Die Hausherren bauten es Ende der 1990er Jahre Balken für Balken ab und fügten es nach einem Transport quer durch Europa im Garten des Anwesens in der Reitergasse wieder zusammen. Ausgestattet mit Theke, Holzofen und rustikalen Möbeln hätten sich die mehr als 50 Besucher kein besseres Ambiente für den verträumten irischen und skandinavischen Weisen vorstellen können, mit denen die beiden Musiker den Raum zum Klingen brachten.

Das traumwandlerisch aufeinander eingespielte Duo brachte überwiegend Selbstkomponiertes zu Gehör. Máire, die einst bei der Urbesetzung von „Riverdance“ dabei war, präsentierte mit lyrischem Strich Jigs, Reels, Airs und Hornpipes. Ihr warmer, singender Ton ergänzte sich  perfekt mit den hingetupften Arpeggi ihres musikalischen Partners. Thomas Loefke hatte einige Kompositionen im Gepäck, zu denen er sich auf diversen Nordland-Reisen inspirieren ließ. So widmete er eine Komposition ausdrücklich der färingschen Fußball-Nationalmannschaft!

Den einzigen gesungenen Titel des Abends sang eine etwas verschnupfte, aber dennoch bestens gelaunte Máire mit tatkräftiger Unterstützung des Publikums. Mit zwei frenetisch geforderten Zugaben ging ein ganz besonderer Abend zu Ende. Das nächste Konzert mit der Fraunhofer Saitenmusik am 1. November 2016 (!) findet dann wieder wie gewohnt im Industriedenkmal 360° Gasometer statt!

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18. Oktober 2016: Roger Sutcliffe

dsc04894Regelmäßige Prisma-Besucher wussten, was sie an diesem Abend verwarten würde: Erdiges Gitarrenspiel, sonorer Gesang und herrliche Geschichten von Roger Sutcliffe, einem der zahlreichen Musiker, die dem Folkclub seit vielen Jahren freundschaftlich verbunden sind und alle paar Jahre ihre Aufwartung in Pforzheim machen. Wie der Abend verlief, davon kündet der Bericht der Pforzheimer Zeitung: _697

 

 

 

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