WICHTIG: Der Prisma-Blog zieht im Juli 2017 um!

Neue PRISMA-WebseiteBye bye, WordPress, hallo CONTAO: Im Zuge des Relaunches unserer Webseite packen wir auch unsere Blog-Siebensachen und werden künftig Konzertberichte, Club-News, Fundstücke und mehr im dort integrierten Blog-Modul veröffentlichen.

Alle Artikel auf diesem WordPress-Blog können bis auf weiteres natürlich gelesen werden.

Wir sehen uns auf www.folkclub-prisma.de!

Veröffentlicht unter PRISMA | Kommentar hinterlassen

2. Mai 2017: Rassler Bauer Goldschmied – die Premiere

Fast ein Jahr Vorbereitungszeit und vier Monate Proben- und Übearbeit fanden am Dienstag ihren Abschluss, als die PRISMA-Eigenproduktion zum „250 Jahre Goldstadt“-Jubiläum Premiere feierte. Rund 100 Zuhörer im ausverkauften 360° Gasometer-Auditorium wollten sich von „Rassler Bauer Goldschmied“ in eine vergangene Epoche Pforzheimer Geschichte entführen lassen. Weil der Schreiber dieser Zeilen als Hauptverantwortlicher ziemlich voreingenommen ist, lassen wir lieber ganz aktuell den Bericht der Pforzheimer Zeitung sprechen. Wichtig: Am Dienstag, 19. September 2017 wird das Stück an selber Stelle nochmals zu hören sein!

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

25. April 2017: Salonorchester Palastperlen

„Goldstücke der Salonmusik“ hatten die Musiker versprochen, und fast 200 Zuhörer waren diesem Lockruf gefolgt. Was folgte, war ein „Best of“ aus dem reichhaltigen Repertoire des musikalisch und auch optisch auf höchstem Niveau operierenden Orchesters mit PRISMA-Chef Hese Schröter am Kontrabass. Alle weiteren Details fasst der Rezensent des Pforzheimer Kuriers zusammen. Gleich vormerken: Bereits im Herbst werden die Palastperlen wieder im Gasometer weitere Preziosen aus ihrer Schatzkammer  holen!

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

18. April 2017: Sacred Sounds of Grass

Wenn die Sacred Sounds of Grass nach Pforzheim kommen, weiß das Publikum genau, was es erwarten darf: virtuosen Gospel-Bluegrass, Satzgesang mit Gänsehaut-Garantie und launige Geschichten von einer Band, die seit über 30 Jahren „on the road“ ist.

Überließ Thilo Hain beim 2015er-Gastspiel (einem der letzten Konzerte vor der Schließung des „Bottichs“) das Banjo weitgehend dem Kollegen Jürgen Biller, so brillierte Thilo diesmal selbst am 5-Saiter. Das Quartett komplettierte Gitarrist Norbert Dengler aus Tübingen, der mit „Blue Ridge Mountain Home“ auch eine Kostprobe seiner sonoren Stimme zum Besten gab.

Die Band ist schon so lange im Auftrag des Herrn und des Bluegrass unterwegs, dass Sänger und Mandolinenspieler Sam Hain zu fast jedem Titel eine amüsante Geschichte aus dem Hut zaubern konnte, sei es von der „Little White Church“ aus Resopal, von Kommunikationsproblemen beim Verabreden mit Banjo-Legenden oder anderen Anekdoten von den USA-Tourneen der Band.

Wie immer über jeden Zweifel erhaben war die instrumentale und gesangliche Qualität, die Thilo Hain (Banjo, Gesang), Sam Hain (Mandoline, Fiddle, Gesang), Alfred Bonk (Kontrabass, Gesang) und Norbert Dengler (Gitarre, Gesang) boten: Mit typisch nasalen Timbre sangen sie dreistimmig Klassiker wie „When my blue moon turns to gold again“, „I’m using my bible for a roadmap“ oder „Satan’s Jewel Crown“. Ein weiteres Highlight der SSoG-Konzerte sind die rasanten Banjo-Mando-Duelle der Hain-Brüder, beispielsweise bei „Riverdale Flash“ oder „Daybreak in Dixie“ (von Sam „Tagesanbruch in Dillenburg“ getauft).

Beim Folkclub Prisma bekommen die Zuhörer immer viel Qualität für wenig Eintrittsgeld zu hören – diesmal war auch die Quantität überdurchschnittlich: Zum Entzücken des Publikums spielten SSoG rekordverdächtige 27 Stücke! Chapeau für diese Konditionsleistung der Band, die unmittelbar nach dem Konzert wieder die Heimreise antrat. Denn hierzulande können selbst Bluegrass-„Heilige“ kein Wasser in Wein verwandeln und müssen tagsüber bürgerlichen Berufen nachgehen.

Veröffentlicht unter Bands und Musiker, Konzerte | Kommentar hinterlassen

11. April 2017: Ronnie Taheny

Kühl war der Frühlingsabend draußen vor der Blockhütte des Abt Entenfuß. Trotzdem blieben noch viele, um das Konzert Revue passieren zu lassen, eine Knackwurst zu verzehren oder eine CD von Ronnie Taheny signieren zu lassen. Denn ein besonderer Abend war es, den das Energiebündel aus Adelaide den zahlreich zum „Prisma-Auswärtsspiel“ erschienenen Besuchern bereitet hatte:

Die Songschreiberin, Sängerin, Gitarristin und Pianistin befindet sich – eher aus Zufall – derzeit auf ihrer zweiten Abschiedstournee durch Europa. Dabei machte sie zum zweiten Mal nach 2012 auch beim Folkclub Prisma Station.

Es ist eine sehr persönliche, engagierte Musik, die aus Ronnie Taheny spricht. Einschmeichelnd, wenn sie die Tasten ihres E-Pianos bearbeitet. Kraftvoll zupackend, wenn sie in die Saiten ihrer beiden Gitarren greift. Dabei musste das Publikum schon konzentriert zuhören, um jede textliche Wendung, jedes Säuseln und jedes Augenzwinkern der Frau mit den wilden Dreadlocks und der warmen Stimme mitzubekommen. Immer wieder goutierten die Zuhörer die Musik mit spontanen Begeisterungsäußerungen. Zu Recht, denn Songs wie Big“, „That’s Jesus“ oder „Photograph“ heben sich textlich und kompositorisch wohltuend ab vom gewohnten Singer-/Songwriter-Allerlei.

Teils auf englisch, teils auf deutsch parlierend, verstand es Ronnie Taheny vom ersten Moment, eine familiäre, entspannte Atmosphäre zu schaffen. Mehrmals unterbrach sie ihre Darbietung für amüsierte Kommentare, wenn in der ersten Reihe ein Schokoriegel ausgepackt oder irgendwo ein Getränk umgestoßen wurde. Vielleicht überlegt sie es sich ja nochmal und wir haben noch öfter die Chance, dieses sympathische Original aus Down Under bei uns zu erleben – wer weiß?

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

4. April 2017: Trio LarssonMayr

Als die zehnjährige Tochter während des Konzerts auf dem Handy klingelt, um Mama und Papa im fernen Deutschland eine gute Nacht zu wünschen, ist das nur ein weiterer der vielen zauberhaften Momente, die das schwedisch-deutsche Trio LarssonMayr einem begeisterten Prisma-Publikum bescherte. Familiär und ungezwungen war überhaupt die Atmosphäre während des ganzen Konzerts der drei sympathischen Ausnahmemusiker.

Die deutsch-schwedische Kooperation mit Maria Larsson (Geige, Nyckelharpa, Flöte), Ehemann Anders Larsson (Gitarre, Gesang) und Johannes Mayr (Akkordeon, Nyckelharpa, Harmonium) entführte das Publikum mit Virtuosität und Spielfreude in eine nordische Welt, die bevölkert war von liebenswerten und skurrilen Menschen, Tieren und Fabelwesen. Dankenswerterweise übersetzte Anders die Lieder ins Englische, sodass die Zuhörer teilhaben konnten an den Geschichten von unterqualifizierten Handwerkern, annoncenschreibenden Liebenden, Partys mit Bären oder auch dem Leben schwedischer Landsknechte.

Etwa die Hälfte des Programms bestand aus Instrumentals, häufig die für Schweden so typischen Polskas und Walzer. Bei Titeln wie „Springlek fran Malung“, „Werkstattschottis“, „Schmutzige Details“ oder „Polska Magnolia“ zeigten die drei Musiker ihr ganzes Können und ihren Einfallsreichtum beim Komponieren und Arrangieren traditioneller und doch ganz zeitgemäßer Musik.

Kein Wunder, dass die Zuhörerschaft nach einem intensiven Abend noch zwei Zugaben erklatschte. Ob das Telefonat mit dem Töchterlein in Schweden schließlich doch noch zuende geführt werden konnte, ist dem Verfasser nicht überliefert!

Veröffentlicht unter Bands und Musiker, Konzerte | Kommentar hinterlassen

28. März 2017: Folkmeeting

Tobl RettigSeit langem ist die Gitarre das verbindende Instrument der weltweiten Populärmusik. Dass „eine Gitarre, eine Stimme“ eine unerschöpfliche Vielfalt von Stilen und tiefe Einblicke in die Seele der Vortragenden ermöglicht, das war die zentrale Erkenntnis des Frühjahrs-Folkmeetings des Folkclub PRISMA. Und: Zum vielleicht ersten Mal gab es beim Folkmeeting ausschließlich von den Vortragenden selbst geschriebene Musik und Texte zu hören – von hier heimischen Musikern unterschiedlichster Herkunft!

Den Anfang machte „Tobl. M. Van Dominiksen“, bürgerlich Tobias Rettig. Tobl bezeichnet seine Musik als „Singer-Songwriter-Schnickschnack“, den er – heutzutage recht ungewöhnlich – auf der Konzertgitarre begleitet. Mit angerauhter, warmer Stimme präsentierte Tobl Titel wie „Aims we never achieve“, „Wegwerfgesellschaft (oder Pforzheim und der Rest)“ und „Wach auf“. Titel, die zeigten, da ist einer mit klugen Gedanken, Leidenschaft und Talent am Werk.

Danach betrat ein wohlbekanntes Gesicht die Bühne: Antoni Matysek bereichert die süddeutsche Folkszene bereits seit Jahrzehnten mit seinem virtuosen Gitarrenspiel. Auf seiner Konzertgitarre zupfte Antoni filigrane instrumentale Eigenkompositionen, bei denen die Titel „Im Garten“, „Der Bach“ oder „Ich will Sonne“ Programm waren.

Als nächstes war mit James Neilson Graham ein weitgereister und zuletzt in Calw heimisch gewordener Musiker an der Reihe. Auch James brachte ausschließlich eigene Songs zu Gehör. Und welche Preziosen waren das! Mit sehr persönlichen Texten und einem Gitarrenstil, der English Folk mit reichlich „Music Hall“ Reminiszenzen verband, entführte James das Publikum in eine Welt, die mal bedrückend nah („I’m crying“), und mal in sentimental entrückter Ferne lag („Just can’t make up my mind“).

Die einzige weibliche Interpretin des Abends war die ursprünglich aus St. Petersburg stammende Irina Kozlova. Schon rein äußerlich eine außergewöhnliche Erscheinung, versprühte Irina ihren Charme mit in typischem Mollton gebetteten russischsprachigen Balladen über „Unerwartete Begegnungen“, „Reiter“ und andere Stücke, die sich, wie die Musikerin lächelnd zugab, am Ende „doch immer um die Liebe drehen“.

Den Abschluss des Folkmeetings übernahm der sympathische Bart Dewijze. Bart, gebürtiger Belgier und im Berufsleben Leiter des Pforzheimer Jugendhauses, erwies sich als einfühlsamer Songschreiber und Interpret, als polyglotter sowieso. Mit Liedern von Heimweh, dem Traum vom einfachen Leben („Easier“) und einem abschließenden „Ride with the Devil“ entließ Bart das Publikum aus einem intensiven, internationalen und sehr persönlich gefärbten Folkmeeting. Das haben wir selbst im Folkclub PRISMA nicht alle Tage!

Veröffentlicht unter Bands und Musiker, PRISMA | Kommentar hinterlassen